Wärmeschutz

Vierzig Prozent der durch fossile und atomare Energieumwandlung hervorgerufenen Umweltbelastungen können durch innovative Energie- und Klimatechnik in Gebäuden verhindert werden. Voraussetzung dafür ist unter anderem die konsequente Nutzung der Sonnenenergie bei gleichzeitiger Optimierung der Energieflüsse.
Die technischen Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauches sind bei den modernen Heizungsanlagen weitgehend ausgeschöpft. Dagegen beinhaltet der gesamte Bereich der Gebäudeplanung ein großes Potential zur Einsparung und optimalen Nutzung von Energie.Der Wärmeverlust eines Gebäudes durch Wärmebrücken kann bis zu 25 % betragen. Die professionelle Analyse der Oberflächentemperaturen ist daher mittlerweile ein zentrales Aufgabenfeld für Planer. Neben einem Wärmebrückenkatalog benutzen wir ein Finite Elemente-Programm für die Wärmebrückenberechnung.

Schallschutz

Der bauliche Schallschutz umfasst zwei Aspekte:

Haustechnik

Zum Gebäude gehören technische Anlagen wie Wasser- und Abwasseranlagen, Heizung, Lüftung, und Klimatisierung, Maßnahmen zur Verhinderung von Lärmproblemen durch die Haustechnik sind:

  • Verwendung lärmarmer Anlagen (z.B. leise Druckspüler, laermarme Brenner/Kessel-Kombinationen)
  • Maßnahmen zur Luftschalldämmung (z.B. durch ausreichend dimensionierte Decken, Wände und Türen)
  • Maßnahmen zur Körperschalldämmung (z.B. Aufstellen von Waschmaschinen auf Schwingmatten, schwingungsisolierende Befestigung von Armaturen und Rohrleitungen)
  • bauakustisch günstige räumliche Anordnung dieser Anlagen.

Dem Schutz vor Lärm durch Anlagen der Haustechnik dient die DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau". Der in DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" festgelegte zulässige Immissionswert für Geräusche von Sanitäranlagen erfüllt nicht die Erwartungen an einen wirksamen Lärmschutz und ist zur Wahrung der Intimsphäre und zum Schutz vor Belästigungen unzureichend. Weitere Information enthält die VDI - Richtlinie 4100 "Schallschutz von Wohnungen".

Schallschutz im Hochbau

Gebäude müssen einen ihrer Nutzung entsprechenden Schallschutz haben (§18,2 MBO). Diese Forderung der Landesbauordnungen werden durch die als Technische Baubestimmung eingeführte Norm DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" konkretisiert. Sie stellt die baurechtlich eingeführte Anforderungs- und Bewertungsgrundlage für alle an der Bauplanung und -Ausführung Beteiligten dar.
Bei Beachtung der in DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" (entspricht VDI 4100 Stufe 1) aufgeführten Grundsätze und Ausführungsanweisungen ist davon auszugehen, dass der nach dem Bauordnungsrecht erforderliche Mindestschallschutz eingehalten wird. Die Anforderungen der DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" sollen sicherstellen, dass Menschen, die sich in Wohn- und Arbeitsräumen innerhalb von Gebäuden aufhalten, vor "unzumutbaren Belästigungen" durch Schallübertragung geschützt werden. Bei Einhaltung der Anforderungen der DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" sind Belästigungen durch Geräusche aus benachbarten Wohnungen, von haustechnischen Einrichtungen und Installationen nicht auszuschließen.
Wirksamer Schallschutz lässt sich mit Hilfe von DIN 4109, Beiblatt 2 (entspricht VDI 4100 Stufe II) "Erhöhter Schallschutz" erreichen.